sesam.hu

🏢 Engineering Manager ⛰ trail runner 🇭🇺 Budapest, Hungary

Elle est Lucille

I don’t know why this makes me really angry but it does: in wake of the Paris shootings some fake (or as they like to call themselves, fan) accounts of Banksy on Twitter, Instagram and Facebook shared a drawing that was originally pencilled by the French illustrator Lucille Clerc. Her name not mentioned, the art was attributed to the pseudonymous English graffiti artist.

Break one, thousand will rise #CharlieHebdo #JeSuisCharlie #raiseyourpencil

A photo posted by Lucille Clerc (@lucille_clerc) on

I’ve seen these unattributed images retweeted and shared by a good number of people I follow and I’ve read several responses praising Banksy’s genius for creating such a powerful image. Online media outlets also hurried to report that the world renown political activist has spoken up about the murders.

Really, did no one stop for a second to fact check?

I don’t know, maybe I’ve just watched too many episodes of Newsroom.

On the topic, this blogpost by the Hungarian translator Tapsifül pretty much sums up what I also believe.

Nordfor Sola

Van két szörfös srác, —Inge Wegge (25) és Jørn Ranum (22)—akik kitalálták, hogy Észak-Norvégia egy lakatlan szigetén fogják tölteni a telet. Annyira északon, ahol télen nem jön fel a nap. Lejárt kajákból élnek, amit a boltok amúgy kidobnának, tehát megkapják ingyen. A lakhelyüket a partra sodort uszadékfából építik fel. Amikor pedig nem a jéghideg óceánban szörföznek, vagy tűzifát aprítanak, akkor a szemetet gyűjtik össze a tengerpartról.

Szerencsére egyikük filmszakos, így lett belőle egy olyan dokumentumfilm, ami annyi díjat söpört be, hogy a lista nem fért el a Vimeo leírás mezőjébe.

Camino? Kérlek…

Öt dollárért meg lehet nézni, tízért pedig le is lehet tölteni későbbre. Így utólag az utóbbit javaslom, hidd el. Amúgy minden vásárlásból $1 az óceánok tisztítására megy.

Új új újévi kívánság

A 2012-es és a 2013-as után tavaly kimaradt, de idén megint van Neil-féle üdvözlet. Meg egy gyűjtés nála az összes eddigiből.

Légy jó magadhoz az előtted álló évben.

Ne felejts el megbocsátani magadnak és megbocsátani másoknak. Könnyű mostanában felháborodni, sokkal nehezebb megváltoztatni a dolgokat, segíteni, megérteni.

Próbáld hasznosan tölteni az időd: percek és órák és napok és hetek lehulló falevelekként szállhatnak tova, miközben csak azt mutatják, hogy valójában nem igazán csináltál semmit, vagy csak arra vártál, hogy belefogj valamibe.

Találkozz új emberekkel, és beszélgess velük. Készíts új dolgokat, és mutasd meg olyanoknak, akiknek tetszhet.

Ölelj túl sokat. Mosolyogj túl sokat. És, amikor csak teheted, szeress.

Neil Gaiman

A Time-Lapse Adventure

Prepare for the best five minutes of your life.

manchmal muss ich feststellen, dass ich dich lieber mag als du mich

Ez már a harmadik (1, 2), de nem bírom ki. Főleg, hogy Sido-dalszöveg is van benne. A mikrofonnál jövendőbeli feleségem, a szöveg pedig innen.

Eine Bestandsaufnahme von Julia Engelmann

Teil 1 von 3 – Was ich alles nicht hab’

Ich habe keine bessere Hälfte und keine Schokoladenseite, ich hab’ keine Macht, kein Titel, kein Tattoo und keine Lieblingskneipe. Ich hab’ kein gutes Bauchgefühl, weil ich’s oft mit Hunger verwechsel’ und kein gutes Ordnungsempfinden, obwohl ich Ordnung sehr schätze. Ich hab’ mich nie getraut beim Flaschendrehen, die Flasche zu drehen, ich hab’ noch nie Sternschnuppen, nie Glühwürmchen und nie Titanic gesehen. Und ich hab’ kein SWAG und kein Six-Pack, kein Nickname, kein Big Mac, keine Gang, keine Bigband, kein Basecap, kein Whatsapp. Ich hab’ keine Straße, kein Bezirk und auch sonst keinen Block, bin nicht bei Youtube, nicht bei Twitter, hab’ auch sonst nie gevloggt, hab’ kein Talent im Maindroppen, nicht im Partyhoppen, nicht im Smalltalken, nicht im Moonwalken. Ich hab’ kein Style und kein Markenzeichen, kein Look und kein X-Factor und ich hab’ auch kein Problem damit, weil’s bloß ein Wort ist, mit’nem X davor. Mein Facebook liest sich nicht wie die Chronik von Narnia, ich hab’ kein Plan von der Liebe und keine Ahnung von Karma. Ich hab’ keine schöne Handschrift, keine Super-, keine Zauberkraft, ich hab’ nicht the moves like jagger und in keinem Club ‘ne Mitgliedschaft.

Teil 2 von 3 – Was ich alles hab’, aber nicht will

Ich hab’ Angst, ich hab Angst vor falschen Entscheidungen und davor, mich nicht zu entscheiden. Ich hab Angst irgendwo weg zu gehen und mir eigentlich wünschen zu bleiben. Ich hab’ Angst, Fehler zu machen, auch wenn ich weiß, dass sie wichtig sind. Ich hab’ Angst zu spät zu merken, welche Wege doch richtig sind, ich hab’ Angst davor, wie schnell Zeit vergeht und dass ich sie nicht richtig nutze. Ich hab’ Angst, dass ich nicht alles umsetzen kann, was mir eigentlich lange bewusst ist. Ich hab Angst, dass ich nie eine so gute Mutter, wie meine, werde. Ich hab’ Angst, dass es Dinge gibt, die, obwohl ich das weiß, niemals lerne. Ich hab’ Angst, ich selber zu sein und dass das nicht ausreicht. Ich hab’ Angst so viel zu verpassen, ich sag zu oft „vielleicht“ und manchmal habe ich Angst, dass ich im Zug keinen Platz kriege oder mein Ticket verliere. Ich habe Angst, dass ich Angst viel zu wichtig nehme oder vielleicht falsch definiere. Ich hab’ Angst, dass ich vom ganzen Nachdenken irgendwann heimlich, still und leise implodiere und in Tausend Stücke zerspillter.

Aber wenigstens habe ich keine Angst vorm Fliegen, noch vor Zombies und auch nicht vor Gewitter und ich hab’ Luxusprobleme. Manchmal will ich Zähne putzen und dann ist meine Zahnpasta leer und manchmal hab’ ich Bock auf Nudeln und bei Rewe ist die Pasta schon leer. Manchmal kann ich mich nicht entscheiden zwischen Kaffee und Tee und manchmal hab’ ich Bauch- oder Kopf- oder Heim- oder Zahn- oder auch Hals- oder Fernweh. Und manchmal hab’ ich das Gefühl, dass andere besser sind als ich, dann muss ich überrascht feststellen, dass alte Menschen weiser, Millionäre reicher, Luft leichter und luftiger, Äpfel reifer und fruchtiger, Einhörner flauschiger, dass Meer viel berauschender, Kleber krasser und klebriger, Gewässer nasser und ewiger sind, als ich. Und manchmal muss ich feststellen, dass ich dich lieber mag als du mich.

Teil 3 von 3 – Was ich alles hab’

Ich hab’ so viele Dinge, viel mehr als ich eigentlich er- und vertrage. Ich hab’ so viel Klamotten und Schmuck und Gedöns, viel mehr als ich eigentlich trage. Ich hab’ ein Einrad und ein Skateboard, das ich eigentlich nicht fahre. Und ich hab’ Augen, die alles das, was ich betrachte, auch tatsächlich sehen. Ich hab’ Beine, die manchmal stehen oder tanzen oder sitzen oder tatkräftig gehen. Ich hab’ Ohren, die alles das, was du sagst, wörtlich verstehen und manchmal auch das, was du eigentlich meinst. Ich hab’ Empathie, die mir weh tut, wenn irgendwer weint und ich hab’ Arme und Hände, die Dinge halten können und dich. Ich hab’ eine Mimik aus Muskeln und Fältchen und Haut im Gesicht. Ich hab’ ein Herz, das ich zu selten auf der Zunge trage, aus Angst, dass ich’s verschluck. Ich hab’ ein Lächeln, dass ziemlich gut funktioniert, aber dass ich selten benutze. Und ich hab’ Freunde und Träume, meine Stimme und Sinne. Ich hab’ so viele Ideen, ich hab’ so viel zu geben, ich hab’ so viel zu erleben, so viel zu erleben, ich hab’ Fragen, die offen sind und Haare, die offen sind. Ich hab’ Tränen, die Tropfen sind und ziemlich schnell trocken sind. Ich hab’ sicherlich nicht all zu viel, aber doch ein bisschen Wissen. Ich hab’ ein Gehirn mit Synapsen, die sich stündlich verknüpfen. Ich hab’ Erinnerungen.. Erinnerungen, von denen mir noch Ernte verbleibt. Ich hab’ meine Meinung, Gefühle und Werte und Zeit und ich hab’ Vertrauen.. Vertrauen darin, dass Zeit Wunden heilt und Vertrauen in mich. Vertrauen daran, dass alles gut wird und in das Leben an sich und ich hab’ mein Leben, das endlich ist und nicht selbstverständlich ist. Vielleicht nur eine Seele, die ewig beständig ist, auch wenn der Gedanke daran für mich sehr befremdlich ist und ich hab’ noch was, das vergess’ oft, dann muss ich mich neu besinnen, ich hab’ nicht und nichts zu verlieren, sondern so viel zu gewinnen. Ich hab’ tausend Gründe zu Lachen und bloß einen zum Weinen und vor allem habe ich einen Grund glücklich zu sein.

Sose randizz olyan lánnyal, aki utazik

Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein

Julia appeared here before, I still think this is the height of Sprachkenntniss, and I stole this from my brother.

nüchtern, zu schüchtern, besoffen, zu offen

I was shown this, and boy was I amazed. I like to say that a comfortable level of knowledge of a language is when you understand standup comedy in it. I suppose slam poetry falls in the same category. Only by finding the text in the online edition of the BOM13 magazine did I manage to keep up with the poem with heavy dictionary use. In the video Julia performs at Slammer Filet last year.

Ich kann alleine sein — Julia Engelmann

ich kann alleine sein
ich kann alleine sein
ich kann alleine
seit ich weg bin von der Party und dir, singe ich jetzt schon dieses Lied
und ich singe
ich kann alleine sein

die Nacht macht noch vom Dunkel betrunken
und ohne mit Gewitter zu zucken keinerlei Anstalten dem Morgen zu weichen
ich gehe nach Hause
zwischen laternenen Funken
in meinem Rucksack trag ich Fragezeichen

die schwarze Straße hat sich breit gemacht schläft jetzt schweigend ihren Rausch aus und zwischen Kreuzungen und Seitengassen
tut sich nirgendwo mein Haus auf

und ich merke, wie ich gehe
merke, wie ich mich bewege
aber mein Leben auf der Stelle steht und bloß unter mir die Welt sich dreht

und unter meinen Füßen
ist die Erde ein Laufband
ich laufe nach vorn und komm trotzdem bloß hier an
meine Welt ist ein Zelt bloß aus ewigem Treibsand
alles bleibt gleich, ohne Ein-, ohne Ausgang

alle Schritte, die ich gehe,
sind der Sand in meiner Sanduhr alle Straßen, alle Wege,
alles kommt mir so bekannt vor genau hier
hier war ich doch schon letztes Jahr, ich weiß noch wie verletzt ich war ich dachte, ich war weiter, aber jetzt bin ich schon wieder da

und was hab ich nicht alles gemacht seit dem!?

ich hab neue Berge bezwungen hab neue Lieder gesungen
bin über Schatten gesprungen hab mich zu lachen gezwungen
hab mich zusammen gerissen um mich neu zu entfalten
um langen Atem zu haben hab ich Luft angehalten
hab mich ins Wasser gestoßen
um schneller schwimmen zu lernen hab meine Sachen verloren
um schneller fündig zu werden

aber alles bleibt dasselbe –
ich zum Beispiel
ich sehe jeden Tag gleich aus
lös bei mir selbst kein’ Hype aus
steh dann vorm Spiegel ganz kleinlaut und verharre mit meinen Augen manchmal ein bisschen zu lange auf dem, was hinter mir liegt

und alles bleibt dasselbe – ich zum Beispiel
und alle Phrasen,
die ich jeden Tag wieder sage und alle Fragen,
die ich jeden Tag wieder habe wie die Frage danach,
wann denn endlich alles gut wird

und alles bleibt dasselbe –
ich zum Beispiel
wie eine Spieluhr, die tanzend immer wieder und wieder und wieder um sich selber kreist
immer müder und müder und müder die Welt anschweigt
im Takt ihrer Lieder nur bei sich und dieselbe bleibt

alles bleibt dasselbe –
ich zum Beispiel
das ist wie um eine Litfasssäule zu rennen ohne den Ausgang je zu finden
wie sich selbst an der Hand zu halten,
nur um sich an was binden
wie nicht zu wissen,
was und immer mehr danach zu suchen so bleibt alles dasselbe, außer der Zahl auf meine Geburtstagskuchen

und ich singe
ich kann alleine
seit ich weg bin von der Party und dir war ich noch nie so schlecht darin, allein zu sein

du hingegen
du bist nie alleine – nein!
du bist „unabhängig“
du bist ein Peter-Pan-Cowboy-Wolf, dein eigener Instantfan
du brauchst kein Zuhause,
du kommst überall unter nämlich und Hauptsache dein Leben ist nice! via Instagram

du gibst dir nur die harten Bässe,
du kippst dir nur die harten Sachen
du zerstreust dich wie Konfetti und nennst das ganze Party machen
mit gesichtslosen Leuten,
die sich verzichtlos betäuben
und so bist du nüchtern,
zu schüchtern,
und besoffen, zu offen

du denkst dir
hey – wie war das mit dem Spatz in der Hand und der Taube auf dem Dach? und so nimmst du lieber den Schmatzer auf der Wang’, als die Trauung auf der Yacht

und dann ziehst du los
und paarest dich
aber wer im Rausch
mit dir ne Festung baut
kennt deinen Namen nicht bei Tageslicht du bist und bleibst mein Rätsel!
-das denk ich,
aber sag es nicht
und so lauf ich immer weiter
während die Nacht längst in den Abend bricht

ich geh auf meiner Metaebene, verfluche meine Aussicht
zwar löst dein Bier keine Probleme, aber meine Cola kann das auch nicht ich spring von meiner Metaebene und verkleiner mal die Draufsicht auch wenn es noch so sicher ist – Leben in Gedanken taugt nichts

und ich singe
ich kann nicht alleine
seit ich von der Party weg bin und dir denke ich,
dass wir ja wenigstens zusammen alleine sein könnten

aber wenn ich dir meine Hand gebe nimmst du sie nicht an
weil du sagst, dass der, der nichts hat auch nichts verlieren kann

ja, sehr clever!
wer nichts hat, kann nichts verlieren – aber der hat auch nichts!
und klar:

was uns Halt gibt,
das kann uns fallen lassen wer uns liebt,
kann mich alleine lassen was uns frei macht, schränkt uns doch nur ein wenn wir laut sind, wollen wir leise sein

und ich singe
ich kann alleine sein
und ja: ich kann alleine sein, sogar besser als ich dachte
auch, wenn ich glaube,
dass ich dafür nicht gemacht bin

und unter meinen Füßen bleibt die Erde ein Laufband
ist schon so viel passiert,
steht trotzdem alles auf Anfang
ich drossel das Tempo
und gehe heut langsam
wenn der Weg doch das Ziel ist, vielleicht komm ich dann doch an

was sonst das Ziel sein könnte?

ich wäre irgendwann gern stark und etwas weniger ironisch vielleicht ein bisschen mehr bei mir und nicht ganz so melankomisch ich wäre irgendwann gern alt
und vielleicht ein bisschen weise aber ich weiß noch nicht, wie bald und nicht auf welche Weise
ich weiß, ich wär gern nicht allein und Gesundheit wär vorzüglich und ich wünsche mir vor allem, ich wär ein bisschen glücklich

und bis dahin werd ich manchmal
an dich denken
auch wenn du mich vergisst
und bis dahin werd ich aufhören zu fragen, wann alles gut wird
weil längst schon alles gut ist

ja
weil längst schon alles gut ist

Monument Valley

Wish you were here.

Monument Valley

Thank You For Stopping By

“When Love Arrives” written and performed by Sarah Kay and Phil Kaye of Project V.O.I.C.E.